Pfarrkirchenratssitzung am 14. März

Zu ihrem zweiten Zusammentreffen kamen die Pfarrkirchenräte am Freitag vor dem Palmsonntag in den Pfarrhof. Mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Pfarrer Schwab eröffnete Pfarrer Michael die Sitzung. Pfarrkirchenratsobmann Mag. (FH) Ludwig Eichinger bekam im Anschluss die diözesane Bestätigungsurkunde überreicht.

Im ersten Tagesordnungspunkt stellte Ing. Kurt Fuchs, Bauamtsleiter der Stadtgemeinde Neumarkt, den Energieausweis des Pfarrhofs den Pfarrkirchenräten vor.

Der Energieausweis für ein Gebäude ist mit dem Typenschein für ein Auto vergleichbar. Viele interessante Kennwerte Ihres Hauses (z.B. der zu erwartende Heizenergieverbrauch) sind darin enthalten. Der wichtigste Kennwert ist die Energiekennzahl. Die Energiekennzahl ist der gebräuchlichste Vergleichswert, um die thermische Qualität der Gebäudehülle zu beschreiben. Sie sagt aus, wie viel Energie Sie pro Quadratmeter Fläche im Jahr benötigen und wird in kWh/m².a angegeben.

Der Pfarrhof weißt eine Energiekennzahl von 73 kWh/m².a auf. Laut Ing. Fuchs ist dieser Wert in Anbetracht des Baujahres 1992 ein sensationeller Wert. Die Verantwortlichen von damals bewiesen Umsicht, der Pfarrhof entspricht beinahe dem aktuellen Stand der behördlichen Mindestkriterien.

Die Berechnung des Ausweises geht einher mit Vorschlägen zur Verbesserung des Wärmedammwertes: Sollte ein langfristig Sanierungskonzept angedacht werden, so empfehlt Ing. Fuchs Maßnahmen im Bereich der großen Fensterflächen (18% der Gebäudeaußenhülle) und einen partiellen Vollwärmeschutz.

Ing. Fuchs verwies in der anschließenden Diskussion um die Wirtschaftlichkeit von Verbesserungsmaßnahmen auf die zu erwartende CO2-Steuer ab 2015. Für den Pfarrhof sei mit einem jährlichen Betrag von € 2100.- zu rechnen.

Der nächste Tagesordnungspunkt war der Prüfung der Kirchenrechnung für das Jahr 2007 gewidmet. Die einzelnen Positionen wurden mit der Kirchenrechnung 2006 verglichen, bei größeren Abweichungen entstanden Diskussionen. So ist zum Beispiel durch den Frühzahlerbonus um € 500,- mehr als im Jahr 2006 in das Pfarrbudget geflossen. Nicht so positiv empfanden Pfarrer und Pfarrkirchenräte den verminderten Ertrag der allgemeinen Kirchensammlung (Tafelsammlung). Hier nahm die Pfarre um ganze € 2000,- weniger ein als im Vorjahr. Dies schmerzt umso mehr, da die Kirchensammlung rund 30% der Gesamteinnahmen der Pfarre ausmacht. Ausgabenseitig entwickelt sich trotz wärmerer Winter der Aufwand für die Pfarrhof- und Kirchenheizung zu einer immer größeren Summe. Alles in allem betrachtet befanden die Pfarrkirchenräte uns als eine recht gut wirtschaftende Pfarre. Nach der sorgfältigen Prüfung unterzeichnete Pfarrer und Pfarrkirchenratsobmann die Kirchenrechung 07.

Im letzten Tagesordnungspunkt beantragte Pastoralassistent Hermann Signitzer die vorgeschlagenen Maßnahmen der Artenschutzexperten, die im Rahmen des Biotop-Verbund-Projekts Neumarkt in den Kirchen zu Gast waren, in der Pfarrkirche umsetzen zu dürfen. Nach dem die Bedenken in einer kurzen Diskussion ausgeräumt wurden stimmten die Pfarrkirchenräte den kleinen Umgestaltungen zu.

Mit einer Käsejause klang die intensive Sitzung der Pfarrkirchenräte aus.