Rubens pastorales Abenteuer

in Bolivien waren am Vorabend des Weltmissionssonntages im Brennpunkt des Interesses von gut 65 BesucherInnen. Ruben stellte seinen fast einjährigen freiwilligen Einsatz bei den Franziskanerpatres in der Pfarre San Igancio Valesco sehr bildhaft und detailreich vor.

 

 

 


Am Anfang seines Vortrages merkte Ruben die wichtigsten Eckdaten zum Land und vor allem die größten Probleme der ärmsten Nation Lateinamerikas an. Nach den Berichten zu seinem „Probemonat“ – seiner Eingewöhnungsphase – und seiner ersten Entdeckungsreise durch das Land kam Ruben auf sein Engagement in der Organisation FUC (Soziale Hilfswerk der Pfarre) zu sprechen. Die Erlebnisse und Begegnungen mit Dona Dina, die Leiterin des Hilfswerks, waren die prägendsten und eindrucksvollsten, sowohl für Ruben als auch für die ZuhörerInnen am Vor-tragsabend. Er erzählte von traurigen Schicksalen, von freudigen Ereignissen und Wendungen und von turbulenten Verläufen der Hilfseinsätze. Eine junge Mutter benannte aus Dankbarkeit sogar ihr Neugeborenes nach Ruben.
Für Ruben Weyringer ist aber sein Kontakt mit Bolivien noch keinesfalls Geschichte – er wird wieder hinfahren und: mit zwei Projekten will er sich daheim in Österreich den Herausforderungen der Armut in Bolivien stellen.


Mit Patenschaften für Kinder, die ihre schulische Ausbildung sicherstellen sollen, macht er auf das Problem der „vererbten Armut und Aussichtslosigkeit“ aufmerksam und will Kindern durch Bildung den Ausstieg aus dieser teuflischen Spirale ermöglichen.
Mit einem ehrgeizigen Projekt, das den Bau einer Werkstätte für allein erziehende Mütter vorsieht, trifft Ruben ebenso den Hauptnerv der Probleme des Landes und hofft auf breite Unterstützung. Seine beiden Projekte werden in den nächsten Pfarrnachrichten etwas genauer vorgestellt.