Stationen des Lebens
Ein besonderer „Gottesdienst für das Leben“ wurde am 3. Juni 2009 in der Stadtpfarrkirche Neumarkt am Wallersee gefeiert. Die Abendmesse war sehr eindrucksvoll gestaltet, Volksgesang, Orgelspiel und Violinsoli von Ruben Weyringer wechselten einander ab. Die Texte machten nachdenklich und ließen etwas in den Mittelpunkt treten, was sonst alltäglich erscheint: dass wir leben. Der Gottesdienst rief tragische Todesfälle in Erinnerung, machte aber auch klar, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, und er förderte das Bewusstsein für den Wert des Lebens.
Der Gottesdienst wurde von Stadtpfarrer Dr. Michael Max zelebriert, assistiert von den beiden Weihekandidaten der Erzdiözese Salzburg, dem Neumarkter Diakon Simon Weyringer und Diakon Christoph Eder aus St. Georgen im Pinzgau.
Während Diakon Simon die Fürbitten verlas, entzündete Diakon Christoph für jede der fünf Zielgruppen auf dem Volksaltar eine Kerze:
• für die neugetauften Kinder unserer Gemeinde
• für die jungen Menschen in Schulen und Ausbildung
• für die Erwachsenen in Beziehungen, Familien, in der Verantwortung für unser Miteinander
• für die Kranken, die Suchenden, für die, die Angst haben vor der Last des Daseins und der Zukunft
• für die Verstorbenen unserer Gemeinde.
Die gemeinsame Anrufung lautete jeweils „Herr, schenke ihnen Leben“.
Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurde die von der Salzburger Künstlerin Mag. art. Elke Salzmann geschaffene Installation „Lebensstationen“ in der Kirche gesegnet. Auf fünf hellen Textilbahnen werden die Täuflinge, auf den dunklen die Verstorbenen namentlich angeführt. Stadtpfarrer Max erklärte, diese künstlerisch gestaltete Stätte sei nicht nur ein Ort der Information, sondern auch ein Ort der Hoffnung und ein Spiegel für unser eigenes Leben. Im Segensgebet wurde ausgedrückt, worum es bei dieser Darstellung geht: „Gott, lass die Neugetauften und die Verstorbenen in unserer Mitte gegenwärtig sein und schenke uns so die Gewissheit, dass unser aller Leben vom Anfang bis zum Ende in deinen Händen ruht“.
Beitrag von Franz Paul Enzinger