Kräuterweihe am Irrsberg

Wie bereits im Vorjahr trafen sich auch heuer zehn Frauen bei der Gärtnerei Trapp, um Kräutersträuße zu binden. Während die Frauen der Katholischen Frauenbewegung unter Anleitung von Maria Trapp und ihrer Mitarbeiterin Christa arbeiteten, gingen viele Kunden dem würzigen Duft der Kräuter nach und schauten interessiert über die Schulter.

Mit der Zeit wurden die Hände immer geschickter und routinierter, so dass auch das Gespräch nicht zu kurz kam. Das gemeinsame Anliegen, den Menschen etwas Schönes, Traditionsreiches mitgeben zu können, ließ die Frauen schnell zu einer wunderbaren Gemeinschaft zusammenwachsen.

 

Am frühen Nachmittag konnte sich das Ergebnis sehen lassen: 286 Kräuterbüschel wanderten bis zum Feiertag in den Kühlraum. Ein herzliches Dankeschön allen Frauen, die sich an diesem Vormittag Zeit genommen haben – und ein großes „Vergelt´s Gott“ für alle Kräuter- und Blumenspenden, vor allem Maria Trapp für ihre Spende und ihren Einsatz!

 

Am Fest der „Aufnahme Mariens in den Himmel“ waren die Frauen der Katholischen Frauenbewegung schon früh im Einsatz, um nach den beiden Gottesdiensten den Messbesuchern ihre Kräutersträuße anzubieten. Trotz der sich bedrohlich nähernden Regenfront fand die Irrsbergwanderung mit der abschließenden Bergmesse statt. Bei wallendem Nebel und ungemütlichem Wind richtete sich so mancher besorgter Blick gen Himmel. Wohl dem, der sich mit warmer Jacke und Regenschutz ausgerüstet hatte!


Erst nach der Segnung der Kräutersträuße fielen die ersten Tropfen. Die jungen Musiker der „Troadbodenmusi“ aus Köstendorf, die nur mit T-Shirts bekleidet, die Messe musikalisch umrahmten, hatten es sehr eilig, ihre Instrumente ins Trockene zu bringen. Trotz des Regens fanden die Büscherl großen Anklang.

 

Wer sich nicht auf den Irrsberg gewagt hatte, erhielt beim Frühschoppen der Feuerwehr in Pfongau noch einmal die Gelegenheit, gegen eine kleine freiwillige Spende ein gesegnetes Kräutersträußerl zu erstehen. Danke allen Spendern! Der Erlös kommt der Bildungsarbeit der Katholischen Frauenbewegung zugute.

Text u. Bilder: Steffi Hauser