Pfarrreise nach Sizilien
In der letzten Augustwoche machte sich eine Gruppe der Pfarre unter der Leitung von Pfr. Michael Max auf die Reise nach Sizilien. Mit dem Bus ging es bis Genua, von dort mit der Fähre weiter nach Palermo.
Erster Höhepunkt war die Besichtigung des Normannendoms in Monreale, in dem gleich drei Kulturen eine wunderbare Verbindung miteinander eingegangen sind: die normannische, byzantinische und arabische. Daraus entstand eine künstlerische Pracht ohnegleichen.
Auch in der Capella Pallatina des Normannenpalastes in Palermo ist diese Ausschmückung zu finden, während die Kathedrale nur noch außen von der Macht der Normannenherrscher Zeugnis gibt. Am Monte Pellegrino statteten wir dem Wallfahrtsort zu Ehren der hl. Rosalia, Patronin Palermos, einen Besuch ab.
In Agrigento an der Westküste Siziliens begab sich die Gruppe auf die Spuren der alten Griechen, deren Tempel nur noch in Gestalt von Ruinen erhalten sind. Auf der Rückfahrt machten wir Halt in Mazzara del Vallo, der Geburtsstadt des hl. Vitus, des Pfarrpatrons von Henndorf.
Nach einer kurzen Besichtigung Cefalús, einem der schönsten Orte Siziliens, mit dem ersten Normannendom der Insel, ging es vorbei an der Meerenge von Messina nach Taormina, einer Stadt oben am Berg, von wo wir bereits einen Blick auf den 3300m hohen Ätna hatten, den wir einen Tag später mit Bus und Gondel erklommen. Er scheint uns deswegen gegrollt zu haben, was er in der darauffolgenden Nacht mit einem Ausbruch auch gezeigt hat. Aber es war ein großartiges Erlebnis, so dicht auf einem noch aktiven Vulkan zu stehen.
Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war die geschichtsträchtige Stadt Siracusa, der Schiller in seiner „Bürgschaft“ ein Denkmal gesetzt hat.
Das Griechische Theater, die Quelle der Nymphen und das „Ohr des Dionysos“ mit seiner wunderbaren Akkustik, eine 23 m hohe Auswaschung im Fels, sowie am Nachmittag der Dom, der in einen Athene-Tempel hineingebaut wurde, und die Quelle, in der noch Papyrus wächst, waren zu bewundern. Hier begegnete uns die hl. Lucia als Patronin.
Nach einem morgendlichen Besuch des Teatro Greco in Taormina mit dem sensationellen Blick zum rauchenden Ätna konnten wir auch ein wenig das Meer genießen. Am letzten Tag machten wir einen Abstecher nach Piazza Armerina, wo wir uns die römische Villa Casale mit den herrlichen Bodenmosaiken ansahen. Letzter Programmpunkt war Enna, die höchstgelegene Stadt Siziliens auf 1000 m, von wo aus man einen Panoramablick über die ganze Insel hat. Am Abend lief die Fähre im Hafen von Palermo wieder Richtung Genua aus. Nach einer Nacht in Alessandria besichtigten wir auf der Heimfahrt noch das Benediktinerkloster Muri – Gries in Bozen. Durch die persönliche Führung Abt Benno Malférs wurde dies zum krönenden Abschluss unserer großartigen Reise.